Kassel – 125 Jahre Maler- und Lackierer-Innung Kassel Stadt und Land ist ein stolzes Jubiläum, das nicht nur für eine traditionsreiche Handwerkerzunft steht, sondern auch für Beständigkeit, Qualität und Gemeinschaft in der Kasseler Region. Unter dem Motto „125 Jahre Innungsgeschichte – wir blicken zurück und in die Zukunft“ hatte die Maler-Innung deshalb am 20. September zu einer Jubiläumsfeier in den S-Finanz-Campus der Kasseler Sparkasse eingeladen. Durch das Programm führte der Moderator und Journalist Claus Peter Müller von der Grün.
Bernd P. Doose – seit 1991 Obermeister der Innung - begrüßte die zahlreichen Innungsmitglieder und deren Angehörige sowie Vertreter aus Politik, Verbänden, Wirtschaft und Verwaltung. Zur Einstimmung zeigte man einen gerade im Auftrag der Innung fertig gestellten Videoclip, in dem ein junger Maler-Geselle die Vorzüge seines Berufes präsentiert.
Anschließend skizzierte der Obermeister noch einmal in Kurzform die Geschichte der Innung, die von steten technischen Neuerungen aber immer auch vom gesellschaftlichem Engagement ihrer Mitglieder geprägt war. Zum Abschluss seiner Ausführungen meinte der 81-Jährige schmunzelnd: „Ich freue mich darauf, Sie hier an diesem Ort als Obermeister zum 150-jährigen Jubiläum wieder begrüßen zu können!“
In seinem Grußwort unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Kasseler Sparkasse, Ingo Buchholz, die langjährige enge Verbundenheit seines Hauses mit dem Maler-Handwerk. Schon seit Jahren finden beispielsweise in den Räumlichkeiten des Kreditinstitutes dessen Gesellenfreisprechungsfeiern statt. „Als Kasseler Sparkasse verstehen wir uns nicht nur als Finanzpartner, sondern auch als Ihr Wegbegleiter.“ Angesichts der aktuellen Wohnungsknappheit gäbe es eigentlich genug Arbeit für die Maler; doch die Bautätigkeiten stagnieren. Buchholz: „Das liegt nicht an den vier Prozent Zinsen – die älteren unter uns werden sich noch an die elf Prozent in den 70er Jahren erinnern. Das liegt vielmehr an den hohen Baukosten, bedingt nicht zuletzt auch durch zig Auflagen und durch die langwierigen Genehmigungsverfahren.“
Grußworte sprachen der CDU-Landtagsabgeordnete Maximilian Bathon und für die Stadt Kassel Stadtrat Heiko Lehmkuhl. Als Überraschung überreichte er dem Innungs-Vorstand eine von Oberbürgermeister Sven Schoeller signierte Urkunde, mit der der Kasseler Magistrat der Innung seinen Dank für das engagierte Eintreten für die Belange der Maler und Lackierer ausspricht.
Anschließend traten Landesinnungsmeister Klaus Leithäuser vom Verband Farbe Gestaltung, Bautenschutz Hessen, sowie Jürgen Müller, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Kassel, ans Mikrofon, um sich den Fragen des Moderators Müller von der Grün zu stellen. Themen waren unter anderem die berufliche Nachwuchsgewinnung und die Zukunftsperspektiven des Maler-Handwerks. Sie stellten übereinstimmend fest, dass es weniger Neugründungen dafür aber mehr Übernehmer bestehender Betriebe gibt. Frauen im Handwerk gäbe es bei den Malern schon sehr lange, ihr Anteil bei den Lehrlingen läge bei circa 20 Prozent. „50 Prozent sind es bei denjenigen, die die besten Gesellen- und Meisterprüfungen ablegen“, so Klaus Leithäuser.
Im Anschluss an das offizielle Programm trafen sich die Teilnehmer zu Gesprächen in lockerer Runde. Das Local Djando Trio sorgte für das musikalische Rahmenprogramm; für das leckere Fingerfood und die Snacks war das Team der Sparkassen-Kantine verantwortlich.

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