
Begrüßten das neue Jahr mit einem Glas Sekt: (v. li.) Sven Dopatka (stellv. Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft), Georg Hagemeier (Arnold-Bode-Schule), Obermeister Marc Döring, der stellv. Obermeister Holger Richter und Marius Jung, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kassel.
Neujahrsempfang der Maler- und Lackierer-Innung Hofgeismar-Wolfhagen
Der traditionelle Neujahrsempfang der Maler- und Lackierer-Innung Hofgeismar-Wolfhagen feierte in diesem Jahr sein 25. Jubiläum. Ganz im Sinne dieser Tradition trafen sich die Kolleginnen, Kollegen und Partner am 24. Januar 2025 in der Gaststätte Alt-Fürstenwald in Calden, um gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verbringen und das neue Jahr in einem gemütlichen Rahmen zu beginnen.
Obermeister Marc Döring begrüßte die rund 40 Teilnehmer, und wies darauf hin, dass diese Veranstaltung bereits 1999 ins Leben gerufen worden war, doch Corona dafür sorgte, dass der Empfang zwei Jahre lang nicht stattfinden konnte. In seiner Rede skizzierte er verschiedene Aspekte, die für die Entwicklung des Maler- und Lackierer-Handwerks von Bedeutung sind.
„Der Generationenwechsel ist so ein zentrales Thema, das uns alle betrifft. Viele erfahrene Handwerker stehen kurz vor dem Ruhestand, und es ist entscheidend, dass wir das wertvolle Wissen und die Erfahrungen dieser Generation an die jüngeren Kollegen weitergeben. Wenn wir es schaffen, die Traditionen und Werte des Handwerks zu bewahren und gleichzeitig innovative Ansätze zu integrieren, können wir die Attraktivität unserer Berufe steigern und die nächste Generation motivieren, in unsere Fußstapfen zu treten“. Deshalb freute sich der Obermeister ganz besonders, unter den Teilnehmern eine ganz Reihe junger motivierter Nachfolger begrüßen zu können: „Sie sind nicht nur die Handwerker von morgen, sondern auch die Innovatoren, die unser Handwerk in eine nachhaltige und digitale Zukunft führen werden“.
Marc Döring unterstrich, dass die Ausbildung junger Menschen neue Wege gehen muss: „Wir haben bereits und werden auch noch weitere moderne Technologien und digitale Medien in die Ausbildung integrieren. Digitale Tools ermöglichen es uns, komplexe Inhalte anschaulicher zu vermitteln. Online-Kurse, virtuelle Workshops und digitale Lernplattformen können dazu beitragen, das Interesse junger Menschen zu wecken und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich flexibel und selbstbestimmt weiterzubilden. Wenn wir die Ausbildung an die Lebensrealitäten der Jugendlichen anpassen, können wir mehr junge Menschen für unser Handwerk begeistern“. Neben den fachlichen Kompetenzen seien auch soziale Fähigkeiten wie Teamarbeit, Kommunikation und Problemlösungsfähigkeiten entscheidend für den Erfolg im Handwerk. Diese Fähigkeiten sollten ebenfalls Teil der Ausbildung sein, um die jungen Handwerker optimal auf die Herausforderungen des Berufslebens vorzubereiten.
Um die Ausbildung und die Gründung neuer Betriebe zu fördern, sei es unerlässlich, dass die Politik finanzielle Anreize schafft. Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für junge Handwerker könnten den Einstieg in die Selbstständigkeit erheblich erleichtern. „Ein starkes Handwerk ist ein wichtiger Motor für die Wirtschaft und trägt zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Stabilität in unseren Gemeinden bei“.

BU: (v.l) Obermeister Marc Döring erhielt gemeinsam mit seinem Vater Friedhelm Döring die Urkunde zum 75-jährigem Betriebsjubiläum durch den stellvertretenden Obermeister Holger Richter.