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von Melina Metzler
Mit Gesellenbrief: (v. l.) Jonathan Bechtel, Madlen Engelke, Beyan Naod Tesfalem, Kilian-Levi Opfer & Karl-Hugo Schmidt; (dahinter bzw. daneben) Tischlermeister Tim Opfer & Rüdiger Dotting, Prüfungsvorsitzender Jörg Schwagmeier & Obermeister Heiko Bonnet.

Gesellenfreisprechung der Tischler-Innung Hofgeismar-Wolfhagen

Wolfhagen – Mit einer feierlichen Freisprechung in der Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Hessen Nord in Wolfhagen wurden am Abend des 22. Juni sechs neue Gesellinnen und Gesellen des Tischlerhandwerks offiziell in den Berufsstand entlassen. Die Tischler-Innung Hofgeismar-Wolfhagen ehrte ihren Nachwuchs nicht nur mit Gesellenbriefen, sondern auch mit anerkennenden Worten, Preisen und Auszeichnungen für besondere Leistungen.

Nach einer dreijährigen betrieblichen und der schulischen Lehrzeit an der Herwig-Blankertz-Berufsschule stellten sich fünf junge Männer sowie mit Madlen Engelke (Wolfhagen) eine junge Frau dem Gesellen-Prüfungsausschuss unter Vorsitz von Jörg Schwagmeier. Alle Kandidaten meisterten die Prüfung mit Bravour und wurden dafür mit Gesellenbrief belohnt. „Ich spreche Sie hiermit feierlich frei und heiße Sie in der Gemeinschaft der Tischlerinnen und Tischler willkommen“, verkündete Heiko Bonnet, Obermeister der Innung, in seiner Ansprache. Mit dabei waren unter anderem Johannes Schwarz, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Kassel; der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kassel, Marius Jung; Karl-Heinz Löber, 1. Stadtrat Wolfhagen, sowie zahlreiche Ausbilder, Berufsschullehrer, Familienangehörige und Freunde.

In seiner Laudatio appellierte Heiko Bonnet an die Protagonisten, sich nicht auf diesen Lorbeeren auszuruhen, sondern weitere Sprossen der beruflichen Karriereleiter in Angriff zu nehmen. Er betonte in seiner Rede, dass das Tischlerhandwerk weit über reine Technik hinausgehe: „Es ist Gestaltung, Verantwortung für Materialien, und ein Beitrag zur Baukultur – damit auch zur Lebensqualität.“ Die Ausbildung vermittle nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch Werte wie Genauigkeit, Teamarbeit und Respekt vor dem Werkstoff. Sein Dank galt den Ausbildungsbetrieben, den Lehrkräften der Herwig-Blankertz-Schule, den Prüfungsausschüssen – und nicht zuletzt den Familien.

In seinem Grußwort erinnerte Johannes Schwarz daran, dass die jungen Tischlerinnen und Tischler mit der Freisprechung nun offiziell in den nächsten Abschnitt ihres Berufslebens gehen. „Ob im Betrieb, auf der Meisterschule oder einmal als Betriebsinhaber – ihr Fundament ist gelegt. Sie sind Botschafter für ein zukunftsfähiges Handwerk, das Tradition mit Innovation verbindet.“ Mit der Frage „Wie kann es weitergehen“ beschäftigten sich anschließend in einer Gesprächsrunde Fachlehrer Benedikt Harm von der Herwig-Blankertz-Schule, Tischlermeister Philipp Caspar sowie Tischler Jonathan Bechtel und Gesellen.

Die Übergabe der Gesellenbriefe erfolgte durch den Prüfungsvorsitzenden Jörg Schwagmeier und den stellvertretenden Obermeister Rüdiger Dotting. Beifall gab es für Madlen Engelke (Ausbildungsbetrieb AgiL, Woldfhagen), Kilian-Levi Opfer (Lothar Opfer GmbH, Hofgeismar), Karl-Hugo Schmidt (Tischlermeister Heiko Bonnet, Hofgeismar), Beyan Naod Tesfalem (Lothar Opfer GmbH, Hofgeismar), Jonathan Bechtel (Tischlermeister Christian Weymann, Breuna) und Sami Grebestein (Die Holzmanufaktur, Grebenstein ). Besonders geehrt wurden Jonathan Bechtel als Innungsbester und Kilian-Levi Opfer, dessen Sideboard eine Jury im Wettbewerb „Gute Form“ auf Platz 1 gewählt hatte. Die Veranstaltung endete mit Gesprächen bei Snacks und Getränken. Besonderes Augenmerk galt den ausgestellten Gesellenstücken, die Vielfalt, Kreativität und handwerkliche Qualität eindrucksvoll unter Beweis stellten. Heiko Bonnet: „In jedem Gesellenstück steckt nicht nur Technik, sondern auch Herzblut, gestalterisches Feingefühl und eine persönliche Handschrift.“

 

Gewinner des Wettbewerbs „Gute Form“: Kilian-Levi Opfer vor seinem Gesellenstück, einem hängenden Sideboard.

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