Gesellenfreisprechungsfeier der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Kassel
Kassel – Die Kommunikationswege der Kfz-Innung Kassel funktionieren wie ein gut gewartetes Auto: Trotz der erforderlich gewordenen kurzfristigen Verlegung des Veranstaltungsortes in die Mensa des Berufsbildungszentrums (BZ) in Waldau kamen dort am 6. Februar nahezu alle Personen zusammen, die bereits für den ursprünglichen Ort ihre Teilnahme zugesagt hatten. 81 junge Männer und Frauen bekamen im Rahmen einer Feierstunde und im Beisein von Verwandten, Freunden sowie Ausbildern aus Schule und Betrieb ihre Gesellenbriefe und Zeugnisse überreicht. Absolviert wurden die Prüfungen in den vier verschiedenen Schwerpunkten Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, System- und Hochvolttechnik sowie Karosserietechnik.
Obermeister Lothar Ahlers begrüßte die Anwesenden und bedankte sich ausdrücklich bei den Ausbildern in den Betrieben und im Fahrzeugtechnischen Zentrum (FTZ), den Lehrerinnen und Lehrern in den Schulen, den Prüfungsausschussmitgliedern und „natürlich bei den Familien und Verwandten der neuen Gesellen, die in den Jahren der Ausbildung ein starker Rückhalt waren.“
An die ehemaligen Auszubildenden gewandt, erinnerte er diese daran, dass in der Werkstatt jetzt niemand mehr neben ihnen steht: „Nun leisten Sie eigenverantwortliche Arbeit am Fahrzeug und werden Ihr Wissen an die nachfolgenden Auszubildenden weitergeben.“
In seiner Festansprache würdigte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kassel, Marius Jung, die Leistung der neuen Gesellen: „Sie sind jetzt Vertreter eines starken Handwerks und sorgen dafür, dass unsere Gesellschaft in Bewegung bleibt.“ Er warb für eine stetige Weiterbildung und skizzierte die Karrieremöglichkeiten, die auf die jungen Leute warten: „Das Spektrum reicht von der Ausbildung zum Meister bis hin zur Gründung oder Übernahme eines Kfz-Betriebes.“
In seiner traditionell unterhaltsamen Rede rief der Leiter des FTZ, José Alonso, den früheren Azubis noch einmal besondere Momente in ihrer Ausbildungszeit in den Betrieben, im FTZ oder in den Berufsschulen in Erinnerung und lobte den beruflichen Nachwuchs: „Unsere Kfz-Branche dreht sich zurzeit rasant. Da braucht es Mut, angesichts der wissenstechnischen Herausforderungen hier eine Ausbildung zu beginnen.“
Im Anschluss überreichten Obermeister Lothar Ahlers sowie Vertreter der Innung sowie Lehrerinnen und Lehrer aus den Berufsschulbereichen Eschwege, Witzenhausen, Homberg, Hofgeismar-Wolfhagen und Kassel die Gesellenbriefe und Prüfungszeugnisse. Drei junge Männer wurden für ihre Prüfungsleistungen mit Urkunden, Multimetern, Geldpreisen und Weiterbildungsgutscheinen besonders geehrt: Innungsbester ist Lucas Cahn von Seelen (Ausbildungsbetrieb: Schwabauer, Schauenburg); Zweitbester ist Samuel Richter (Ausbildungsbetrieb: Baron, Kassel) und Dritter ist Hannes Wagner (Ausbildungsbetrieb: BMW Kassel). Mit einem gemeinsamen Buffet endete die Veranstaltung.